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Rechnung schreiben als Freiberufler: Vollständiger Leitfaden 2026

Als Freiberufler in Deutschland ist das korrekte Schreiben von Rechnungen eine der wichtigsten Aufgaben im Geschäftsalltag. Eine fehlerhafte Rechnung kann dazu führen, dass Ihr Kunde die Zahlung verzögert oder das Finanzamt Probleme macht. In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles, was Sie über das Rechnung schreiben als Freiberufler wissen müssen – von den gesetzlichen Pflichtangaben bis zu praktischen Tipps für den Alltag.

Was ist eine Rechnung und warum ist sie wichtig?

Eine Rechnung ist ein Dokument, mit dem Sie als Freiberufler Ihre erbrachten Leistungen gegenüber Ihrem Kunden abrechnen. Sie dient nicht nur als Zahlungsaufforderung, sondern ist auch ein wichtiges Dokument für Ihre Buchführung und die Steuererklärung. Nach dem deutschen Umsatzsteuergesetz (§14 UStG) sind Sie als Freiberufler verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten nach Erbringung Ihrer Leistung eine Rechnung auszustellen, wenn Ihr Kunde ein Unternehmen ist.

Für Ihr Rechnungsprogramm als Freiberufler sollten Sie daher auf eine Software setzen, die alle gesetzlichen Anforderungen automatisch erfüllt. Das spart Zeit und verhindert teure Fehler.

Die gesetzlichen Pflichtangaben nach §14 UStG

Jede Rechnung muss bestimmte Pflichtangaben enthalten, die im §14 Abs. 4 UStG festgelegt sind. Fehlt auch nur eine dieser Angaben, ist die Rechnung formal fehlerhaft – und Ihr Kunde kann den Vorsteuerabzug nicht geltend machen.

Folgende Angaben sind zwingend erforderlich:

  1. Vollständiger Name und Anschrift des Rechnungsstellers (also Ihre Daten)
  2. Vollständiger Name und Anschrift des Rechnungsempfängers (Ihres Kunden)
  3. Steuernummer oder USt-IdNr. – Ihre Steuernummer, die Sie vom Finanzamt erhalten haben, oder Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  4. Rechnungsdatum – das Datum, an dem die Rechnung ausgestellt wird
  5. Fortlaufende Rechnungsnummer – eine eindeutige Nummer, die Sie einmalig vergeben
  6. Leistungsbeschreibung – Art und Umfang der erbrachten Leistung
  7. Leistungszeitraum – wann die Leistung erbracht wurde
  8. Nettobetrag – der Betrag ohne Umsatzsteuer
  9. Steuersatz und Steuerbetrag – der anwendbare Steuersatz (19% oder 7%) und der daraus resultierende Betrag
  10. Bruttobetrag – der Gesamtbetrag inklusive Umsatzsteuer

Schritt-für-Schritt: So erstellen Sie Ihre Rechnung

Schritt 1: Rechnungskopf einrichten

Beginnen Sie mit Ihren vollständigen Kontaktdaten: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Ihre Steuernummer oder USt-IdNr. Diese Daten sollten in Ihrem Rechnungsprogramm einmal hinterlegt werden und erscheinen dann automatisch auf jeder Rechnung.

Schritt 2: Kundendaten eintragen

Tragen Sie den vollständigen Namen und die Anschrift Ihres Kunden ein. Achten Sie darauf, den korrekten Firmennamen zu verwenden – bei Unternehmen muss die Rechtsform (GmbH, UG, etc.) angegeben werden.

Schritt 3: Rechnungsnummer vergeben

Die Rechnungsnummer muss fortlaufend und einmalig sein. Ein bewährtes System ist die Kombination aus Kürzel, Jahr und laufender Nummer: z.B. RE-2026-0001. Ein gutes Rechnungsprogramm vergibt diese Nummer automatisch.

Schritt 4: Leistungen beschreiben

Beschreiben Sie Ihre erbrachten Leistungen so detailliert wie nötig. Geben Sie Menge, Einheit (Stunden, Stück, Pauschal) und Einzelpreis an. Je klarer die Beschreibung, desto schneller zahlt Ihr Kunde – und desto weniger Rückfragen gibt es.

Schritt 5: Beträge berechnen

Berechnen Sie den Nettobetrag (Summe aller Positionen), den Steuerbetrag und den Bruttobetrag. Als Kleinunternehmer nach §19 UStG weisen Sie keine Umsatzsteuer aus – dazu gleich mehr.

Schritt 6: Zahlungsbedingungen angeben

Geben Sie an, bis wann die Rechnung zu bezahlen ist (z.B. "Zahlbar innerhalb von 14 Tagen") und nennen Sie Ihre Bankverbindung mit IBAN und BIC.

Sonderfall: Kleinunternehmerregelung (§19 UStG)

Wenn Sie als Freiberufler die Kleinunternehmerregelung nutzen, weisen Sie auf Ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer aus. Stattdessen müssen Sie einen Hinweis auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung aufnehmen, z.B.:

"Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet."

Die Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Umsatz im Vorjahr nicht mehr als 25.000 Euro betragen hat und im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 Euro nicht übersteigen wird (Stand 2026).

Häufige Fehler beim Rechnung schreiben vermeiden

  • Fehlende Rechnungsnummer: Jede Rechnung braucht eine eindeutige, fortlaufende Nummer.
  • Unvollständige Adresse: Die Anschrift von Rechnungssteller und -empfänger muss vollständig sein.
  • Fehlende Steuernummer: Ohne Steuernummer oder USt-IdNr. ist die Rechnung ungültig.
  • Falscher Steuersatz: Prüfen Sie, ob 7% oder 19% USt. gelten – oder ob Sie Kleinunternehmer sind.
  • Fehlender Leistungszeitraum: Der Zeitpunkt oder Zeitraum der Leistung muss auf der Rechnung stehen.
  • Rechnung nicht fristgerecht erstellt: Stellen Sie Ihre Rechnung innerhalb von 6 Monaten nach Leistungserbringung aus.

Digitales Rechnungsprogramm vs. Word/Excel

Viele Freiberufler starten mit Word- oder Excel-Vorlagen, stoßen aber schnell an Grenzen: keine automatische Nummerierung, keine Kundenverwaltung, fehleranfällig. Ein spezialisiertes Rechnungsprogramm für Freiberufler wie RechnungHero bietet dagegen:

  • Automatische fortlaufende Rechnungsnummern
  • Alle Pflichtangaben nach §14 UStG sind vorausgefüllt
  • Kundenverwaltung – Kundendaten einmal anlegen, immer wieder verwenden
  • Automatische Berechnung von Netto, USt. und Brutto
  • Professioneller PDF-Export auf Knopfdruck
  • Integrierte Kleinunternehmerregelung (§19 UStG)

Checkliste: Rechnung schreiben als Freiberufler

Bevor Sie Ihre Rechnung absenden, prüfen Sie diese Punkte:

  • ☐ Vollständige Anschrift von Ihnen und dem Kunden
  • ☐ Steuernummer oder USt-IdNr. angegeben
  • ☐ Fortlaufende, eindeutige Rechnungsnummer
  • ☐ Korrektes Rechnungsdatum
  • ☐ Leistungsbeschreibung klar und vollständig
  • ☐ Leistungszeitraum angegeben
  • ☐ Nettobetrag, Steuersatz, Steuerbetrag und Bruttobetrag korrekt
  • ☐ Bei Kleinunternehmer: Hinweis auf §19 UStG
  • ☐ Zahlungsziel und Bankverbindung angegeben

Fazit: Professionelle Rechnungen als Freiberufler

Das Rechnung schreiben als Freiberufler muss nicht kompliziert sein. Mit dem richtigen Wissen über die Pflichtangaben und einem passenden Rechnungsprogramm erstellen Sie professionelle, rechtskonforme Rechnungen in wenigen Sekunden. So können Sie sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Ihre freiberufliche Arbeit.

RechnungHero wurde speziell für deutsche Freiberufler und Kleinunternehmer entwickelt. Probieren Sie es kostenlos aus und erstellen Sie Ihre ersten drei Rechnungen – ohne Kreditkarte, ohne Risiko.

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